So erreichen Sie Engagement in der Online-Community

Der zentrale Gedanke einer Community ist die Vernetzung der Mitglieder und der Austausch untereinander. Eine Community kann eine wunderbare Möglichkeit sein, um anderen Menschen durch wertvolle Beiträge in den unterschiedlichsten Lebenslagen weiterzuhelfen. Oder selbst zu gewissen Themen Informationen zu erhalten.

Doch bis eine Community an diesem Punkt angekommen ist, dass eine Eigendynamik durch die Mitglieder entsteht, kann es ein weiter Weg sein. Hinter jeder Online-Community steht ein Organisator, der diese ins Leben ruft. Wenn Sie die Überlegung haben eine eigene Community zu etablieren, mögen vielleicht noch Zweifel im Raum stehen, ob der Mehrwert der Plattform für die Mitglieder erreicht werden kann. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie eine lebendige Gemeinschaft aufbauen können, die immer weiterwächst und Ihre Mitglieder dazu bewegt, stets wieder zu kommen.

Get it started!

Die erste Frage, die man sich bei der Erstellung einer Community stellt, ist, welches Tool oder welchen Anbieter man nutzen möchte. Besonders beliebt sind seit Jahren Facebook-, Xing- oder LinkedIn-Gruppen. Diese haben den Vorteil, dass viele Nutzer bereits auf den Plattformen aktiv sind und somit nur der Gruppe beitreten müssen. Parallel dazu gibt es aber auch einige Anbieter speziell für Communitiy-Software, wie zum Beispiel Hivebrite, Disciple oder congreet. Diese bieten meist zusätzliche Features als auch ein individuelles, eigenes Branding. Und eine gebrandete Plattform – das hat schon was, oder?

Ist die Software ausgewählt und Mitglieder für die Community akquiriert, so liegt der Fokus nun darauf, die Teilnehmer zu mehr Interaktion zu bewegen. Doch wie schafft man es, diese gewisse Eigendynamik zu schaffen und die Community zum Leben zu erwecken? Ein „One size fits all“- Modell wird es wohl nicht geben. Welcher Weg am besten funktioniert ist immer abhängig von der Zielgruppe bzw. der Mitglieder in der Community. Ein Grundgedanke ist aber bei allen gleich: Die Plattform muss einen Mehrwert bieten, für den es sich lohnt, wieder zu kommen.

Seien Sie präsent und bieten Sie einen Mehrwert

Wie bei jeder Content Strategie stellt sich die Frage in welcher Frequenz Beiträge geteilt werden sollen. Die perfekte Antwort auf die Frage gibt es nicht. Sie sollten versuchen die für Sie bestmögliche Lösung aus der Perspektive der Mitglieder finden. Versetzen Sie sich in die Lage der Teilnehmer. Wie viel Information erhoffen Sie sich von der Plattform? In dieser Frequenz sollten Sie sie dann auch mit Informationen versorgen.

Wichtig ist dabei, am Anfang eine gewisse Grundlage an Beiträgen zu veröffentlichen. Dann stehen direkt den ersten Mitgliedern schon Informationen bereit und die Community wirkt belebter. Während Sie die Community noch aufbauen, planen Sie immer auch den Aufwand der Content-Erstellung und Redaktion der Beiträge. Bis eine Eigendynamik entsteht, sind Sie für die Generierung der Inhalte verantwortlich.

Ob Sie nun täglich oder mehrmals pro Woche neue Inhalte veröffentlichen hängt ganz von den Kapazitäten ab. Versuchen Sie aber, eine gewisse Regelmäßigkeit und Kontinuität in Ihren Posting-Plan zu bringen. Denn wenn Sie zunächst sehr häufig veröffentlichen und dann die Community eine Weile nichts von Ihnen hört, fällt das auf. Bemühen Sie sich deshalb auch um gewisse Traditionen, dass sich die Mitglieder auf etwas freuen können. Orientieren Sie sich beispielsweise an Twitter-Trends wie „Monday-Motivation“ oder „TGIF“.

Sharing is Caring

Nicht jeder Beitrag muss von Ihnen selbst erstellt werden. Nicht weniger wertvoll sind Beiträge, die Sie aus anderen Quellen für Ihre Community recherchieren und aufbereiten. Im Gegenteil, so haben Sie die Chance, Ihre Plattform als Informations-Funnel zu platzieren, den die Mitglieder nutzen, um die wichtigsten Neuigkeiten und Trends rund um Ihr Thema mitzubekommen.

Der Umgang mit User-Kommentaren

Ihr Ziel für den Anfang sollte es sein, dass Nutzer vielleicht nicht direkt eigene Beiträge veröffentlichen, aber sich schon trauen, bestehende Beiträge zu kommentieren. Es gibt sicher Community Manager, die auf jeden einzelnen Kommentar reagieren. Hier gibt es keine goldene Regel, ob das das Erfolgsrezept ist. An der ein oder anderen Stelle ist eine Reaktion vielleicht sogar zu viel des Guten. Bietet der Kommentar jedoch das Potenzial, eine Diskussion zu entfachen, oder es wird gar eine Frage gestellt, sollten Sie unbedingt darauf reagieren. So beginnt die Community zu keimen. Behalten Sie bei jeder Interaktion innerhalb der Plattform im Kopf, dass sich jemand die Zeit genommen hat, einen Beitrag zu leisten und wertschätzen Sie das als Inhaber. Zeigen Sie zumindest, dass Sie es wahrgenommen haben, oder heben Sie diese Interaktion sogar hervor.

Das Engagement der Community ist da!

Nachdem sich Ihre anfänglichen Bemühungen auszahlen, kommt Leben durch die Mitglieder in Ihre Community. User teilen und kommentieren immer mehr Beiträge und Sie können etwas in den Hintergrund treten. Versuchen Sie aber trotzdem aufmerksam zu sein. Lauschen Sie nicht nur den Themen, die Ihre Nutzer bewegen, sondern greifen Sie auch in bestimmten Situationen ein. Seien Sie weiterhin ein aktives Mitglied. Wird ein Beitrag von dem Initiator der Community als interessant markiert oder kommentiert, so kann das nochmal als zusätzliche Wertschätzung für den User wahrgenommen werden.

Treten Sie aber auch als Ordnungshüter in der Community auf. Überwachen Sie immer, ob Beiträge auch der Idee der Community entsprechen. Sollten Sie unpassende Beiträge finden, löschen Sie diese und sprechen Sie Ihre Teilnehmer darauf an. Vergessen Sie bitte nicht, dass Sie für die Inhalte in der Community verantwortlich sind.

Die Auswahl des Toolanbieters

Wie bereits erwähnt, gibt es neben bestehenden sozialen Netzwerken auch einige Anbieter, die Community-Softwares bereitstellen. Achten Sie bei der Toolauswahl darauf, dass ein Newsfeed für die Interaktion unter den Teilnehmern integriert ist. Denn dort spielen sich die Diskussionsrunden rund um bestimmte Themen ab. Auf folgende Funktionalitäten sollten Sie dabei primär achten:

  • Möglichkeit zum Teilen von Beiträgen (Bild, Text, Link, …)
  • Kommentarfunktion
  • Optionen, einen Beitrag als interessant zu markieren
  • Benachrichtigungen (Push oder E-Mail) bei neuen Interaktionen
  • Verwaltung für Administratoren zur Überwachung

Egal, auf welcher Plattform Ihre Gemeinschaft lebt, Sie müssen sich mit Ihren Mitgliedern in Verbindung setzen, um Ihre Gruppe zu vergrößern und das Engagement aufrechtzuerhalten. Aber wenn Sie ein wirklich wertvolles Netzwerk etablieren, haben Sie eine blühende Gemeinschaft voller Mitglieder, die sich gegenseitig Fragen beantworten und sich untereinander vernetzen.